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Verbraucherinsolvenzverfahren 2014 – Reform

20. Juli 2013

Das Insolvenzrecht soll bereits zum 1.7.2014 reformiert werden.  Insbesondere der § 300 InsO soll hierbei modifiziert werden. Grundsätzlich verbleibt es bei der 6 Jahre Regelung. Das bedeutet, dass spätestens mit Ablauf von sechs Jahren nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei Gericht über die Restschuldbefreiung entschieden wird. In bestimmten Fällen kann diese Zeit jedoch auf fünf Jahre verkürzt werden. Insbesondere dann, wenn die Verfahrenskosten des Gerichts und des Treuhänders ausgeglichen sind besteht die Möglichkeit in den Genuss der 5 Jahre zu kommen  Die Vorfreude auf die Verkürzung der Restschuldbefreiung auf nur drei Jahre war nur von kurzer Dauer. Zwar wird sie gesetzlich kodifiziert werden, aber die Erfüllung des Tatbestandes wird in den meisten Fällen nur den Wenigsten vorbehalten sein. Die Hürde, die für die drei Jahre gesetzt werden, erscheint aus heutiger Sicht wenig praxistauglich zu sein. Nach drei Jahren erlangt die Restschuldbefreiung danach derjenige, der mindestens 35 % der offenen Forderungen an seine Gläubiger erbringt und die Verfahrenskosten gedeckt sind. Das „neue“ Insolvenzrecht bringt aber auch weitere stärkende Rechte für die Gläubiger mit sich. Über diese und weitere wichtige Veränderungen der Insolvenzordnung werden wir weiter berichten.



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