Rechtsanwalt Berlin Kurfürstendamm - Kanzlei S&P

Verkehrsrecht

Sie haben Fragen und brauchen kompetente Beratung in folgenden Bereichen:

  • Verteidigung in allen Ordnungswidrigkeiten
  • Verteidigung in allen Verkehrsstrafsachen
  • Unfallschadenregulierung
  • Fahrerlaubnisrecht
  • Verkehrsvertragsrecht (Autokauf/Werkstatt)

Verkehrsrecht Anwalt Berlin

In unserer Kanzlei in Berlin werden Sie zu all diesen Themengebieten beraten und informiert.

 

Verkehrsunfallansprüche

Rechte bei einem Verkehrsunfall

Zunächst ist es ratsam nach einem Verkehrsunfall wegen der möglicherweise bestehenden Ansprüche einen Anwalt ihrer Wahl aufzusuchen, damit dieser Ihre Ansprüche gegen die gegnerische Versicherung geltend macht.

Sollten Sie uns beauftragen, so kümmern wir uns gewissenhaft und zügig für eine möglichst unkomplizierte Schadensregulierung zu Ihren Gunsten.

 

Sachverständigenkosten

Auf die Feststellung der Schadenshöhe durch ein Sachverständigengutachten besteht regelmäßig ein Anspruch. Die damit einhergehenden Kosten sind grundsätzlich erstattungsfähig.

Etwas anderes kann bei offensichtlich erkennbaren Bagatell-Schäden gelten. Dies ist dann der Fall, wenn die Reparaturkosten einen Wert von ca. 500-1000 Euro nicht übersteigen.

Die Begutachtung in solchen Fällen ist nicht verhältnismäßig und widerspricht den Grundsätzen der Schadensminderungspflicht.

 

Totalschaden

Ein Totalschaden liegt vor, wenn die Reperaturkosten die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert- und Restwert übersteigen, dies gilt auch, wenn die Reparaturkosten unverhältnismäßig zum Wert des Fahrzeuges stehen (sog. wirtschaftlicher Totalschaden). Folge eines solchen Totalschadens ist, dass die Versicherung die Reparaturkosten nicht erstatten muss, sondern stattdessen nur die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert.

In Einzelfällen können trotz vorliegen eines wirtschaftlichen Totalschadens, die Reparaturkosten erstattet werden, wenn das Fahrzeug sich reparieren lässt und die hierfür erforderlichen Kosten nicht mehr als 130 % des Wiederbeschaffungswertes betragen.In all diesen Fällen sind viele Besonderheiten zu beachten, die eine anwaltliche Beratung erforderlich machen.

 

Wertminderung

Auch nach einer fachgerechten Reparatur kann es vorkommen, dass das Fahrzeug nicht mehr in den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt werden kann.
Es bleiben Reparaturspuren oder gar Restschäden bestehen (sog. technische Wertminderung). Es kann auch vorkommen, dass trotz vollständiger Wiederherstellung verborgene Mängel am Fahrzeug zurückbleiben. Dann liegt zwar keine technische Wertminderung vor, aber der Unfall schlägt sich später in einem geringeren Wiederverkaufspreis nieder (sog. merkantile Wertminderung).

Grundsätzlich gilt, dass beide Formen der Wertminderung nebeneinander geltend gemacht werden können.Bei diesen Fallkonstellationen handelt es sich komplizierte juristische Komplexe, die eine anwaltliche Beratung unabdingbar machen.

 

Weitere erstattungsfähige Schadenspositionen

Entsorgungskosten, Standkosten, Umbaukosten, Zulassungskosten, Auftragspauschale, Mietwagenkosten, Nutzungsausfallentschädigungen, Schmerzensgeld, Heilungskosten.

 

Anwaltskosten

Bei einem Verkehrsunfall geht es um Ihr Geld! Es sollte auf eine anwaltliche Beratung nicht verzichtet werden. Lassen Sie sich von uns beraten, damit wir gemeinsam von der ersten Sekunde an, Ihre Ansprüche konsequent durchsetzen. Die Kosten für die Vertretung Ihrer rechtlichen Interessen sind grundsätzlich erstattungsfähig.

 

Allgemeine Verkehrskontrolle

Der Polizei ist es erlaubt, ohne Angabe von Gründen allgemeine Verkehrskontrollen durchzuführen. Fordert die Polizei Sie auf besteht zunächst die Pflicht zum anhalten. Wer auf die Kelle oder der Aufforderung “Polizei bitte folgen” nicht reagiert, riskiert ein Bußgeld von 50,- Euro und 3 Punkten in Flensburg. Wenn Sie angehalten haben, gilt es abzuwarten bis die Polizei an das Auto herangetreten ist. Um Missverständnissen vorzubeugen ist es ratsam, die Hände gut sichtbar auf das Lenkrad zu legen. Wenn Sie zum aussteigen aufgefordert werden, sollten Sie dem nachkommen, um die Überprüfung des Fahrzeugs zu ermöglichen. Wer sich hier den Anweisungen widersetzt hat mit einem Bußgeld zu rechnen.

Grundsätzlich kann die Technik des KFZ, HU und AU Plaketten überprüft werden. Wer die Fahrzeugpapiere nicht dabei hat, muss mit einer Geldstrafe rechnen und mit der Verpflichtung, die Papiere innerhalb einer Woche vorzuzeigen. Eine Ausnahme gilt nur für den Personalausweis, für den mitführpflicht nicht besteht.

Wer verdächtigt wird unter Alkoholeinfluß am Steuer zu sitzen wird mit klassischen polizeilichen Maßnahmen konfrontiert. All diese Maßnahmen (Atemluftkontrolle, Blutalkoholtest) dürfen nur freiwillig erfolgen. Eine Pflicht zur Mitwirkung an der eigenen Überführung besteht nicht! Man sollte allerdings wissen, dass bei Verweigerung der Atemluftkontrolle eine Blutentnahme angeordnet werden kann. Die Anordnung erfolgt durch einen Richter. Wenn ein Richter nicht zu erreichen ist kann die Anordnung auch durch den Staatsanwalt erfolgen. Ist auch dieser nicht zu erreichen, so kann die Blutentnahme von der Polizei in besonderen Fällen selbst angeordnet werden. Bei Verstößen gegen diese Rangfolge kann es zu einem Verlust des Beweismittels kommen. Wenn eine Anordnung vorliegt, darf körperlicher Zwang angewendet werden. Die Blutentnahme sollte mithin geduldet werden. Gleichwohl gilt es zu beachten, dass die Blutentnahme nur durch einen Arzt durchgeführt werden darf.

Wer aufgrund eines Verkehrsdelikts angehalten wird den trifft keine Pflicht sich zu den Vorwürfen zu äußern. Lediglich die Angaben der Personalien sind zwingend. Deshalb gilt es grundsätzlich keine spontan Äußerungen vor Ort zu machen.

Hier gilt die Devise: “Schweigen ist Gold, Reden ist Silber!” 

Wer mit dem Verhalten der Polizeibeamten nicht einverstanden ist, der hat die Möglichkeit einer formlosen, nicht-Frist gebundenen Dienstaufsichtsbeschwerde.

 

Bußgelder

Bußgelder drohen bei Verstößen gegen unterschiedliche Gesetze. Das Bußgeld ist das Verfahren zur Ahndung von Ordnungswidrigkeiten. Im Verkehrsrecht werden insbesondere bei Verstößen gegen das Straßenverkehrsgesetz, gegen die Straßenverkehrsordnung und gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung verhängt.

Bevor ein Bußgeldbescheid erlassen wird, ist dem Betroffenen zwingend die Möglichkeit zu geben sich zu dem Vorwurf zu äußern. Hierfür dient der sogenannte Anhörungsbogen. Niemand ist jedoch verpflichtet Angaben zu machen. Solange der Inhalt der Ermittlungsakte und die Ermittlungsergebnisse nicht bekannt sind, kann es mitunter Empfehlenswert sein zunächst von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen. Da aber nur ein Rechtsanwalt Akteneinsicht erhält, ist die Einschaltung eines kompetenten Rechtsanwalts von maßgeblichem Vorteil.

Gegen einen Bußgeldbescheid kann innerhalb von 2 Wochen Einspruch erhoben werden. Die Einspruchsfrist beginnt mit der Zustellung. Wird diese Frist versäumt, so erlangt der Bußgeldbescheid Rechtskraft, d.h. er ist nunmehr unabänderbar und kann nicht mehr angefochten werden.  Wenn die Behörde den Bußgeldbescheid nicht zurücknimmt, so geht die Sache an die Staatsanwaltschaft. Wenn der Einspruch auch bei der Staatsanwaltschaft erfolglos bleibt, so besteht die Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung durch das zuständige Amtsgericht.


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